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Fátima und der Papst Franziskus

Pilger

Fátima, Portugal [13. Mai 1917] - Die Jungfrau Maria erscheint vor den Augen der drei Kindern: Lúcia, Francisco und Jacinta, als sie sich über die gottlose Welt beklagten. 

 

 

Fátima, Portugal [13. Mai 2017] - Jedes Jahr wird am selbigen Tag, dem 13. Mai, die Erscheinung der Jungfrau Maria gefeiert. Menschen aus dem ganzen Land und aus dem Ausland pilgern zu Fuß mehrere hundert Kilometer nach Fátima, um bei den Feierlichkeiten anwesend zu sein.

Die Wallfahrt

 

Die Wallfahrt findet über das ganze Jahr hinweg statt, wobei das Highlight sicherlich der 13. Mai und der 13. Oktober ist. Im letzten Jahr, also 2017, war der 100. Jahrestages nach der ersten Maria-Erscheinung. Ein ganz besonderer Gast besuchte an diesem Tag die Stätte - Papst Franziskus.

 

Ich wusste, dass dies ein großes Ereignis sein würde, wo die Leuten aus der ganzen Welt ins Land strömten. Ich wollte unbedingt dabei sein, so dass ich diesen Tag fotografisch dokumentieren konnte. Die Feierlichkeiten begannen schon in der Nacht zuvor, wo die Pilger vorm Heiligtum schliefen, um sich die guten Platz zu sichern.

Alle anwesenden Fotografen versuchten herausragende Arbeiten zu erstellen, wenn sie aber keinen Sinn und Zweck ergeben, sind sie völlig nutzlos. Daher fokussierte ich mich und versuchte ein Thema zu entdecken, was wirklich interessiert war.

 

Viele Jahre schon zog diese Wallfahrt meine Neugierde an  und dieses Mal, wo der Besuch des Papstes bevorstand, konnte ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

 

Um das Pilgertum zu verstehen, reicht es nicht aus, eine sonntägliche Messe zu besuchen - nein - ich musste es selber erfahren und sehen welcher Spirit dahinter steht. 

 

Nach 3 Tagen zu Fuß und 110km später, kam ich im Heiligtum an. Es war eine einzigartige Erfahrung und es ist schwer, mit Worten zu erklären, was ich erlebt habe. Man muss eben selbst Gegenstand dieser Zeremonie sein. Die Wanderung war nicht so schwierig, da ich ja relativ nah an Fátima lebe und die Region kenne. Aber ich traf Leute aus dem ganzen Land und verschiedene andere Besucher und fand heraus, dass die Wallfahrt auch von weniger religiösen, sogar ungläubigen Menschen, gemacht wird. Das Gefühl, das Heiligtum am Ende einer Opferperiode zu betreten, ist einzigartig.

 

Meine Absicht war es eine Reihe von Fotos während des Weges zu machen. Aber bei 30-40 gelaufenen Kilometer am Tag, ist es notwendig, einen gleichmäßigen Rhythmus beim Gehen zu bewahren. Da ich diesen nicht immer Unterbrechen wollte, stellte sich die Fotografie als sekundäres Ziel heraus. Somit gibt es vom Marsch nur sehr wenige Bilder.

Das Heiligtum von Fatima

 

Sobald die Pilger das Heiligtum erreichten, füllte sich schnell der Wallfahrtsplatz vor Ort. Einige Nachrichtenagenturen sprachen davon, dass bis zu 1 Million Menschen in Fátima erwartet werden, die natürlich alle den Papst Franziskus sehen wollten.

 

Das Gefühl der Erleichterung nach einer harten Pilgerreise war in allen ins Gesicht geschrieben. Ruhe und Frieden sind die Wörter, die die Umgebung auf dem Platz am besten beschreiben können. Es erstaunte mich, Hunderttausende von Menschen in absoluter Stille zu sehen, die gelassen warten und mit Respekt einander begegnen.

Die Kerzenprozession

 

Ein besonderes Ereignis war die Kerzenprozession. Es ist wunderbar, die Gesichter von Menschen zu sehen, die mit unterschiedlichen Intensionen ihr eigenes Lichtlein anzünden.

Fotografieren der Veranstaltung

 

Ich, der immer seine Kamera trägt, war in diesen Tagen vielen Situationen begegnet, in denen ich meine Ausrüstung im Rucksack aufbewahrte und einfach den Moment genoss. Von der Pilgerreise bis zu den verschiedenen Phasen der Feier, wollte ich oft nur den Augenblick leben, anstatt ihn im Foto festzuhalten. Ich bin mir sicher, dass ich viele fantastische Fotos versäumt habe, oft hatte ich sogar meine Augen geschlossen. Aber das war es wert.

 

Mit der Pressekarte und der Genehmigung des Sanctuary, war es mir einfach gemacht wurden die Veranstaltung in Bildern zu verewigen. Niemand verweigerte sich fotografiert zu werden. Aber selbst wenn ich nicht akkreditiert gewesen wäre, war das allgemeine Umfeld so freundlich,  dass sie es genossen in dieser glücklichen Zeit des Lebens fotografiert zu werden.


Über Hugo Pinho

 

Hugo Pinho ist portugiesischer Herkunft und seit 2012 als Dokumentarfotograf mit dem spiegellosen Systemkameras von Fujifilm unterwegs.

Desweiteren ist er der Mitbegründer und Herausgeber des Fuji X Passion Projekts -  www.fujixpassion.com.

 

 

 

 

 

 

 

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