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Gajan - eines der ältesten Rituale der Westbengalen

Clash der Kultur

Gajan ist ein uraltes traditionelles Ritual, das hauptsächlich in den ländlichen Gebieten der Westbengalen (Indien) fortbesteht. Die Bezirke Burdwan, Bankura und Birbhum sind jene Vorreiter, die diese Veranstaltung, vor Beginn des Bengalischen Neujahrs,  im Monat "Chaitra" ausrichten. Auch Kolkata, die Hauptstadt des Landes, feiert diese Tradition in Übereinstimmung mit seinen Werten und Normen.

Auch die sogenannten niederen Kasten der Gesellschaft nehmen an diesem einwöchigen Ereignis teil. Als Opfergabe an den Gott Shiva erleiden diese selbst zugeführte Schmerzen. Der indischen Überlieferung nach, beschützt der höchste Gott seine Gläubigen vor allen irdischen Schmerzen, wenn diese die rituellen Normen befolgen. Im Allgemeinen sind es die Männer, die auch "Sanyasis" genannt werden, die das Ritual ausführen. Aber auch Frauen dürfen ohne Einschränkungen an den Zeremonien teilnehmen. Es wird angenommen, dass die "Devotees" während dieser Zeit eine mentale und physische Transformation durchlaufen, in der sie immun gegen Schmerzen und Nöte werden. Das Feuerritual ist ein solches Beispiel, wo der Schmerz als Opfer durch die Selbstverbrennung dem Lord Shiva dargebracht wird. Andere "Selbstgeißelungen" umfassen Mund- und Körperpiercings und das Springen aus größeren Höhe in ein Dornenbett. Außerdem werden verstorbene menschliche Schädel als Opfergaben gereicht und nicht zuletzt schminken sich die Teilnehmer in prächtigen Farben.

 

Heutzutage scheinen diese Rituale prähistorisch und barbarisch zu sein, in Indien sind diese aber immer noch ein integraler Bestandteil unserer Gesellschaft. Man kann es Aberglauben nennen, aber Gajan wird auch in den kommenden Tagen gefeiert werden und fester Bestandteil unser Kultur bleiben.

 

Für diese Bilder wurde eine Fujifilm XT1 mit einen 10-24mm Objektiv genutzt.

 

All images © Ritesh Ghosh

English Version:

Gajan is an age-old traditional ritual which is mostly practised in the rural districts of West Bengal, India. Burdwan, Bankura and Birbhum being the district fore runners. The event takes place in the month of 'Chaitra' before the commencement of the Bengali New Year. Kolkata being the state capital also celebrates this ritual in full adherence to its norms. The lower castes of the society participate in this week long event wherein they undergo severe self inflicted pains as an offering to Lord Shiva. It is generally believed that the supreme God shall protect you from all pain if one has followed the ritual norms correctly. Generally males called 'Sanyasis' are the ones who execute the ritual though there is no restriction of participation on females. The devotees are believed to undergo a mental and physical transformation during this period where they get immune to pain and hardships. The fire ritual is one such example of enduring the pain of self immolation as an offering to Lord Shiva. Other activities include mouth and body piercing, jumping from heights on to a bed of thorns without hurting oneself, using human skulls as offering and face painting. In today's world these rituals might seem prehistoric and barbaric but these are still an integral part of these illetate section of our society. Call it superstition, Gajan is and will be continued to be followed and celebrated in the days to come.

 

Gear Used to Document - Fujifilm XT1 with the 10-24mm lens.

 

 

All images © Ritesh Ghosh


Über Ritesh Ghosh

Als in Kalkutta geborener Fotoenthusiast, arbeite ich gerne mit dem spiegellosen System von Fujifilm.

Seit 2007 arbeite ich als Banker, der es mehr und mehr liebt zu fotografieren. Seit nunmehr 4 Jahren setze ich mich intensiv mit dem Genre der Fotografie auseinander und bemühe mich meine Stärken als  Reise- und Straßenfotograf weiterzuentwickeln. © Ritesh Ghosh

 

 


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