· 

Was ist Fuji und die Street Photography für mich ?

Die Rettung

Meine Liebesgeschichte mit der Fotografie begann zur Zeit meines Studiums, als ich für meinen Biologie-Abschluss technische Fotos von Fröschen, Eidechsen und Schlangen, in den tropischen Wäldern Südamerikas, schoss. Meine Kamera war damals eine alte Zenit 12 XP mit einem 35mm Objektiv aus der UdSSR. Die Fotos wurden mit einem Blitz aufgenommen, den ich in der linken Hand hielt, wobei ich mit der Hin- und Herbewegung meines Kopfes fokussierte und die Tiere versuchte abzulichten, bevor sie wieder in den Dschungel entschwanden. Das war ein harter Start in die Welt der Fotografie, aber ich wurde süchtig danach. Die beschriebene Herangehensweise bildete in mir die Fähigkeiten zur Geduld aus und festigten das Wissen um meine Ausrüstung & die Technik. 

Zur Jahrtausendwende zogen meine Frau und ich nach Kanada. Einem Land, dass für seine freundlichen Menschen, sehr kaltes Wetter und nicht besonders für seine Reptilien und Amphibien bekannt ist. Ich entschied mich für einen Berufswechsel und begann für ein Unternehmen zu arbeiten, das kommerzielle Fotos von verschiedenen Produkten machte, während ich gleichzeitig Webdesign studierte. Nun begann ich mich mit der digitalen Fotografie, dem Filmen und deren Potentiale zu beschäftigen. Ich lernte meinen eigenen Stil der Nachbearbeitung zu kreieren, tauchte tiefe in die wundervolle Welt der Farben ein und versuchte mit der Schnittsoftware Stimmungen in meine Videos zu bringen. 

Die ganze Zeit über habe ich mit einer vollformatigen Nikon fotografiert und gedreht, die auch heute noch mein Wegbegleiter ist. Aber genau an diesem Punkt, beginnt meine Geschichte mit Fujifilm! Nach all den Jahren, in denen ich Fotos zum Broterwerb erstellte, tötete die Monotonie die Stimmung.  Die Freude an der Fotografie wurde zu einem alltäglichen Ding. Ja, ich war der Familienfotograf und der Freund, den du fragen würdest, welche Kamera du als nächstes kaufen solltest ? Aber die Leidenschaft, das Gefühl, zur Kamera zu greifen, um auf der Suche nach neuen Bildern zu sein, dass war nicht mehr da. Ich fing an, meine alte Zenit-Kamera mit all ihrer Schrulligkeit, ihrem klassischen Aussehen, dem kalten Metall, dem in das Objektiv integrierten Blendenring und die Zifferblätter an der Oberseite zu vermissen. Ich muss zugeben, ich mag die digitale Welt, die sofortige Befriedigung, die Freiheit, so viele Aufnahmen zu machen, wie ich möchte. Aber ich suchte nach etwas, dass mir keine Canon, keine Nikon und keine Sony bieten konnte.

Auch wollte ich keine sperrige Kamera, ich wollte eine, die ich tagtäglich überall mit hinnehmen konnte, die in der Straßenfotografie ihre Stärke der Unauffälligkeit ausspielte und mir den Zugang zu Menschen erleichterte. Also kaufte ich auf dem Gebrauchtmarkt eine Fujifilm X70. Ich war ein wenig nervös, weil ich nun ein festes 28-mm-Objektiv (Vollbildäquivalent) vorne am Body hatte. Nach einem ersten Fotospaziergang verschwand die Unsicherheit,  da die Bildmaschine mich mit ihren Können vollauf überzeugte.

Zwei Jahre ist sie nun mein Eigen und ich gehe nie ohne sie aus dem Haus. Nicht einmal in den Lebensmittelladen! *grins

Sie passt einfach genial in meine Hosentasche, so als wäre sie ein Geldbeutel. Außer meinem Iphone, hat es nur die Fuji geschafft, mich auf meinen Reisen nach Kolumbien, Portugal und Spanien zu begleiten. Ich wünschte nur, sie wäre wetterfest, aber naja keine Kamera ist perfekt. Anderseits hat sie so vieles was ich an einer Kamera mag. Da wäre zum Beispiel das Ziffernblatt, das Objektiv mit integrierten Blendenring, der Metallbody, der kippbare Touchscreen und ihre Größe. Niemand bemerkt mich, wenn ich mit ihr "schieße". Mit ihr bin ich nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Ich sehe nicht einmal aus wie ein Fotograf und das ist großartig!

Unumstritten haben Fuji und die Straßenfotografie meine Liebe zur Fotografie gerettet! Und das ist wichtig für mich, denn das Fotografieren ist eine sehr persönliche Angelegenheit. Man sollte sich mit dem Objekt (der Kamera) als eine Erweiterung von sich selbst verbunden fühlen. Es ist ein Medium bis zum Rand der Welt, die wir sehen. Denn mit jedem Foto, zeigen wir anderen die Art und Weise, wie wir eine Stadt, die Menschen, ihre Natur und die Objekte, die uns umgeben, betrachten. Dabei möchte ich dir mitgeben, dass es vollkommen unrelevant ist, ob du nun eine Fuji, Olympus oder Sony bzw. eine neue oder gebrauchte Kamera kaufst. Stattdessen, denke an deine eigene Geschichte  und fühle in Dich hinein, welches Modell deine Art der Fotografie am besten unterstützt - oder gar neu belebt!  Suche nach spezifischen Funktionen, die sich mit Dir verbinden, und dir helfen, fotografisch das Gewöhnliche ins Außergewöhnliche zu übersetzen.

 

Oscar Laverde 


Über mich

Hi, ich bin Oscar Laverde, ich wurde in Kolumbien geboren und lebe nun in Kanada, was mein neues Zuhause geworden ist. Zuvor habe ich in den tropischen Wäldern Südamerikas gelebt, danach in einer kleinen Einwandererstadt in New Jersey ( USA ) und derzeit in London ( Kanada ). Momentan arbeite ich als Fotograf und Webdesigner für eine kanadisch-portugiesische Firma. Meine Interessen sind Reise-,  Straßen-, & soziale Dokumentarfotografie. Also stets auf der Jagd nach dem natürlichen Licht und ehrlichen Momenten. Wann immer mir möglich, versuche ich ein Bewusstsein für soziale Aspekte in unserer Zeit zu erschaffen. 

 Webseite                    Instagram   

 

Oscar Laverde fotogafiert mit einer Fujifilm X 70    


Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Sven (Freitag, 16 März 2018 19:42)

    Great to have you here Oscar - Thanks for your report!

Teile uns

Suche
Suche
Kontakt
Kontakt