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Tim Bucka

Monochrome, natürliche Portraits

Davon, dass ich einen Gastbeitrag zur Portraitfotografie auf dem Fujigrapher - Blog verfassen darf, fühlte ich mich...

a) sehr geehrt, weil ich die Leidenschaft Fotografie momentan „nur“ als Hobby betreibe und

b) fast etwas, hmmm - wie kann ich es ausdrücken - „demütig“, dass die Wahl bei so vielen hervorragenden Fotografen gerade auf mich fiel.   

Ich kann nur für mich und die Art von Fotos sprechen, die ich in den letzten 4 Jahren gemacht habe. Was ein gutes Portrait ausmacht, dazu kann ich gar keine verallgemeinernde Aussage treffen. Einerseits ist ein Portrait schließlich etwas absolut Einzigartiges und zudem habe ich, was technische Aspekte betrifft, noch Einiges zu lernen. 

Ich versuche mich in meiner Entwicklung zunehmend in den Menschen vor der Kamera hineinzuversetzen. Dies gelingt mir besonders im Rahmen von home-shootings, weil Models sich dort oft wohl fühlen und automatisch natürlich agieren. In diesem Umfeld und durch Kontakt vor und nach dem Shooting versuche ich, ein wenig in das Leben der Menschen hinein zu „schnuppern“ und dann beim persönlichen Kennenlernen und Fotografieren weiteres Vertrauen zu schaffen. Neben technischen Feinheiten ist genau dieses Zwischenmenschliche einer der zentralen Aspekte bei der Entstehung eines meiner Portraits. 

Ein mir sehr wichtiges Thema ist die Natürlichkeit auf Bildern. Wenn ich vor einiger Zeit in sozialen Netzwerken Bilder von super retuschierten schönen Gesichtern/Menschen sah, dachte ich, dass ich das lernen müsste, um in der Szene bekannt zu werden.  Aber ich war noch nie ein Herdentier und das möchte ich auch nicht werden. Daher orientiere ich mich nicht vorrangig an sozialen Medien, sondern eher an fotografischer Literatur. Besonders im Werk eines bekannten deutschen SW-Fotografen fand ich in dessen Tipps, Bildern und der Beschreibung seines Bildbearbeitungs - Workflows viele Anregungen, die mich umdenken ließen. 

Oft mag ich gerade das vermeintlich "Unperfekte" und Natürliche an meinen Bildern, wenn dadurch Emotionen in mir geweckt werden. Heute zählt für mich allein der MENSCH vor der Kamera und ein respekt- und vertrauensvoller Umgang mit ihm. Das ist für mich der Schlüssel für ein tolles Portrait und Grundlage für meine stetige Entwicklung.  

Über mich-da gäbe es viel zu erzählen. Doch was zählt wirklich? Ich bin Tim, aus der Nähe von München und ich mache Portraits. 


Copyright by Tim Bucka


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